Änderung der Taxentarife in Hamburg

Mit dem heutigen Beschluss zur Anpassung der Taxentarife bekräftigt der Senat seine Zielsetzung, die Qualität der Leistungen der Taxen in Hamburg steigern und die Ertragssituation für das Gewerbe zu verbessern, zugleich aber auch die Interessen der Fahrgäste angemessen zu berücksichtigen. Senator Horch: „Der neue Tarif berücksichtigt die Kostenentwicklung im Taxengewerbe. Insbesondere die erheblich gestiegenen Kraftstoffpreise belasten die Taxen stärker als andere Wirtschaftszweige. Mit dem neuen Tarif wird die wichtige Funktion der Taxen für die Mobilität in der Metropole Hamburg gestärkt. Die Interessen der Kundinnen und Kunden an ebenso leistungsfähigen wie bezahlbaren Taxen bleiben gewahrt.“

Ab dem 1. September 2012 wird der Grundpreis von 2,80 Euro auf 2,90 Euro angehoben; der Kilometerpreises für kurze Strecken bis einschließlich 4 km steigt von 1,93 Euro auf 2,00 Euro, für mittlere Strecken bis einschließlich 10 km von 1,83 Euro auf 1,90 Euro, ab dem 11. km beträgt er 1,40 Euro statt 1,34 Euro pro km.

Hamburg behält seine Tarifstruktur bei, die sich durch Transparenz und Kundenfreundlichkeit auszeichnet. Auch in Zukunft läuft der Taxameter nur, wenn die Taxe fährt; nicht dagegen, wenn sie bis zu einer Minute an der Ampel wartet. Die jetzige Anpassung der Taxentarife führt zu einer Steigerung der Taxenpreise um rund 3,7%, eine durchschnittliche Fahrt verteuert sich um 52 Cent.

Im Städtevergleich stellt sich die Situation wie folgt dar:

Außer Hamburg kennt unter zum Vergleich herangezogenen Städten nur Berlin eine entgeltfreie –verkehrsbedingte – Wartezeit von einer Minute. In den anderen genannten Städten wirkt sich die jeweilige verkehrsbedingte Wartezeit ab der 1. Sekunde preiserhöhend aus. Die Tarife sind daher nicht ohne Weiteres vergleichbar.

Nach den im letzten Jahr in Hamburg durchgeführten Messungen würden bei im Übrigen gleichen Tarifmerkmalen und voller Entgeltpflicht für Wartezeiten (Wegfall der Karenzminute) die Taxenpreise und der Taxenumsatz um durchschnittlich 11,5% höher liegen als bei der derzeitigen Regelung. Die Wartezeiten wirken sich stärker aus bei kurzen Strecken, schwächer bei langen Strecken. Längere Wartezeiten über eine Minute, die auch in Hamburg zu bezahlen sind, machen ca. 2% des Preises/Taxenumsatzes aus.

(Senat Aktuell Hamburg)

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