Das Edith-Russ-Haus für Medienkunst zeigt vom 14. September bis 25. November 2012 eine Ausstellung des Künstlerduos Hörner/Antlfinger: „Discrete Farms – Irgendwo muss das Fleisch doch herkommen“.
In den Arbeiten aus dem Projekt factory≠farm (2011), die im Rahmen eines Arbeitsstipendiums am Edith-Russ-Haus entstanden sind, widmet sich das Künstlerduo der automatisierten Fleischproduktion im lokalen Kontext Niedersachsens und wirft einen kritischen Blick auf die öffentliche Transparenz dieser Nahrungsmittelindustrie. Vorstellungen von „Bauernhöfen“ als idyllische Familienbetriebe und würdige Lebensorte von Tieren entlarven sie dabei in erfrischend ironischer Weise als Projektion – ohne die aktuelle Bedeutung und Ernsthaftigkeit des Themas in Zweifel zu ziehen. Zudem zeigt die Ausstellung eine Retrospektive auf das politisch-engagierte Werk von Hörner/Antlfinger seit den ’90er Jahren.
(Presse Edith-Russ-Haus für Medienkunst)
