„Im Gedenken der Kinder. Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit“

Mehr als 10 000 Minderjährige fielen bis 1945 den verschiedenen Programmen zur Vernichtung „lebensunwerten Lebens“ der Nationalsozialisten zum Opfer. Allein in Lüneburg und den beiden Hamburger „Kinderfachabteilungen“ – eigens für die Tötung geschaffenen Einrichtungen – wurden 80 Kinder untersucht und für lebensunwürdig befunden. Zahlreiche Gehirne der getöteten Kinder wurden an die neuropathologische Abteilung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) zur weiteren wissenschaftlichen Verwendung gesandt. Von fünf Kindern sind noch sterbliche Überreste vorhanden, die am 15. September auf dem Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt werden. Eine Ausstellung im Medizinhistorischen Museum am UKE erinnert nun an diese so genannte „Kindereuthanasie“ während der Zeit des Nationalsozialismus.

Eröffnung der Ausstellung „Im Gedenken der Kinder. Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit.“:

Wann: Montag, 3. September 2012, um 16.00 Uhr

Wo: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Martinistraße 52, 20246 Hamburg, Hörsaal im Fritz Schumacher-Haus (Gebäude N30 b), Seiteneingang Frickestraße/Ecke Schedenstraße

Es sprechen:

–  Dr. Dorothee Stapelfeldt, Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg, Senatorin für Wissenschaft und Forschung

– Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg

– Prof. Dr. Kurt Ullrich, Leiter der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin des UKE

– Prof. Dr. Heinz-Peter Schmiedebach, Leiter des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin des UKE

–  Priv.-Doz. Dr. Thomas Beddies, Institut für Geschichte der Medizin, Zentrum für Human- und Gesundheitswissenschaften Charité – Universitätsmedizin Berlin

(Senat Aktuell Hamburg)

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