Das Bezirksamt Eimsbüttel, das derzeit vermehrt Meldungen über Herkulesstaudenvorkommen erhält, macht darauf aufmerksam, dass die Pflanze giftig ist und auch auf Privatflächen entfernt werden sollte.
Auf öffentlichen und privaten Flächen finden sich in den letzten Jahren vermehrt Neophyten. Neophyten sind in Europa ursprünglich nicht heimische Pflanzen, die sich z.T. massiv ausbreiten und die heimische Pflanzenwelt verdrängen. Durch flächendeckende Massenvorkommen können Sie eine Gefahr für die heimische Lebensraum- und Artenvielfalt darstellen.
Im Bezirk Eimsbüttel werden entlang der Gewässer seit 2009 zwei Neophytenarten gezielt bekämpft.
Das drüsige Springkraut ist v.a. wegen der Erhöhung der Erosionsgefahr an Gewässerböschungen ein Problem und wird deswegen in Zusammenarbeit mit dem NABU Hamburg entfernt, indem die Pflanzen mit den Wurzeln herausgezogen werden.
Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis Oktober. Die rosafarbenen Blüten stehen in Trauben und tragen einen Sporn. Als Frucht bildet sich eine Kapsel, die bei Berührung aufspringt und bis zu 2000 Samen einige Meter hinausschleudert, daher auch der Name Springkraut.
Die sog. Herkulesstauden (Riesenbärenklau), die mit ihrer Höhe von bis zu 2 bis 4 Metern und den großen weißen Blütendolden beeindruckend aussieht, breitet sich immer stärker aus und sorgt aus gesundheitlichen und ökologischen Gründen bundesweit für Probleme. Der direkte Hautkontakt mit Herkulesstauden sollte vermieden werden, da photosensiblisierende Substanzen in allen Pflanzenteilen in Verbindung mit der UV-Strahlung des Sonnenlichts zu einer starken allergischen Reaktion der Haut und schweren, verbrennungsähnlichen Erscheinungen führen, die nur langsam wieder verheilen.
Um einer Massenausbreitung und der von der Staude selbst ausgehenden Gefahr entgegen zu treten, werden die Pflanzen auf den öffentlichen Flächen entlang der Gewässer im Bezirk Eimsbüttel seit 2009 ausgegraben.
Um die Herkulesstaude konsequent zurückzudrängen ist es notwendig, auch die Bestände auf Privatgrund zu bekämpfen, da sie sich sonst von da wieder ausbreiten können. Deshalb bittet das Fachamt Management des öffentlichen Raumes des Bezirks Eimsbüttel um Mithilfe und appelliert an die Eigentümer von betroffenen Privatgrundstücken, die Herkulesstauden zu bekämpfen.
Ein Flyer mit Hinweisen zur Herkulesstaudenbekämpfung liegt im Foyer des Bezirksamtes aus, ist beim Fachamt Management des öffentlichen Raumes, Wasserwirtschaft (vor Raum 915) erhältlich oder steht unter http://www.hamburg.de/contentblob/2187408/data/2010-03-26-eimsbuettel-herkulesstaude.pdf als Download zur Verfügung.
Wichtig: Die Beseitigung der Pflanzen sollte nur mit entsprechender Schutzkleidung (Arbeitshandschuhe, langärmlige Kleidung, etc.) durchgeführt werden. Die effektivste Methode ist das Ausgraben der oberen 15 cm der Wurzelrübe. Die abgemähten oder ausgestochenen Pflanzen müssen der Verbrennung zugeführt werden, da die Samen bei einer Kompostierung weiter ausgebreitet werden.
Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an Frau Meindl, Tel. 040 42801 -2404 oder per Mail an [email protected].
(Foto: Herkulesstaude, Quelle: Pressestelle Hamburger Senat)
