Umweltfreundliche Flaschenproduktion

Umweltsenatorin Jutta Blankau hat sich heute beim Maschinenbauer KHS Corpoplast GmbH davon überzeugt, dass freiwilliges Engagement für den Umwelt- und Klimaschutz für ein Unternehmen auch wirtschaftlich lohnend ist.

Bereits seit dem Jahr 2004 beteiligt sich die Firma, die Maschinen für die Herstellung von Kunststoffflaschen konstruiert und baut, kontinuierlich am Projekt ÖKOPROFIT Hamburg und gehört damit zu den mehr als 200 Unternehmen, die sich bislang erfolgreich an diesem Projekt beteiligt haben.

Im Rahmen von ÖKOPROFIT sind bei KHS Corpoplast zahlreiche Maßnahmen umgesetzt worden, mit denen der Rohstoff- und Energiebedarf deutlich reduziert werden konnte. Insgesamt wird durch die Maßnahmen der Ausstoß von mehr als 400 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Gleichzeitig konnte das Unternehmen seine Betriebskosten um ca. 60.000 Euro pro Jahr senken.

Senatorin Jutta Blankau: „Das Engagement der KHS Corpoplast GmbH zeigt deutlich, dass freiwilliges Engagement im Umwelt- und Klimaschutz sich lohnt – für das Unternehmen und für die Umwelt. Wir hoffen, dass noch viele Unternehmen in Hamburg die Möglichkeit nutzen, am Projekt ÖKOPROFIT teilzunehmen.“

Durch die Entwicklung und Konstruktion von Spezialmaschinen zur Herstellung von PET (Polyethylenterephthalat )-Leichtflaschen konnten Energie-, Druckluft- und Materialkosten eingespart werden. Allein durch die Minimierung des PET-Materialeinsatzes können jährlich je Produktionslinie mit einer durchschnittlichen Herstellung von 100 Millionen Flaschen und einer Reduzierung von 2 g PET je Flasche der Materialverbrauch um 200 Tonnen und die Materialkosten um 280.000 Euro gesenkt werden. Selbst die für das Aufblasen der Kunststoff-Flaschen bei der Produktion benötigte Druckluft entweicht nicht mehr ungenutzt, sondern wird gesammelt und mehrfach verwendet.

Der Energieverbrauch bei der Drucklufterzeugung konnte im Rahmen von ÖKOPROFIT durch bedarfsgesteuerte Schaltung um 40 % reduziert werden. Durch diese Maßnahme allein werden 165 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.

Außerdem hat die KHS Corpoplast GmbH zahlreiche durch das Programm „Unternehmen für Ressourcenschutz“ geförderte Energieeffizienzmaßnahmen durchgeführt. So hat sie zum Beispiel eine intelligente Beleuchtungssteuerung und ein neues Heizsystem in den Werkshallen installiert.

UmweltPartnerschaft Hamburg

Als Bündnis des Senats mit der Hamburger Wirtschaft verfolgt die UmweltPartnerschaft Hamburg das Ziel, nachhaltiges und ressourceneffizientes Wirtschaften zu fördern. Die UmweltPartnerschaft richtet sich an alle Betriebe in Hamburg, unabhängig von Größe oder Branche. Sie ebnet den Unternehmen den Weg zu Effizienzsteigerung und Kostenersparnis, indem sie zahlreiche Programme und Dienstleistungen rund um Ressourceneffizienz und systematischen Umweltschutz anbietet.

ÖKOPROFIT Hamburg

ÖKOPROFIT ist ein Projekt der UmweltPartnerschaft Hamburg. Ziel ist die systematische Umsetzung kostensenkender Umweltmaßnahmen in Betrieben. Gleichzeitig werden auch Umweltmanagement-strukturen in den Unternehmen eingeführt, die als Grundlage für weiterführende Umweltmanagement-systeme wie ISO 14 000 und EMAS genutzt werden können.

Unternehmen für Ressourcenschutz

Das Programm zielt auf eine Steigerung der Energieeffizienz in Hamburger Unternehmen ab. Mit einer Kombination von Vor-Ort-Beratungen, einem Kommunikations-Netzwerk sowie finanziellen Zuschüssen werden bei den Unternehmen freiwillige Investitionen initiiert, die über gesetzliche Vorgaben hinausgehen. Die Kooperation mit 24 Verbänden und Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Technik sichern den Kontakt zur Zielgruppe. Die individuelle Beratung der Unternehmen durch eine unabhängige, neutrale Behörde hilft dabei, die vielschichtigen Hemmnisse bei Effizienzmaßnahmen zu überwinden. Über 1.370 Effizienzmaßnahmen mit Investitionen von rund 210 Mio. Euro wurden bisher von Unternehmen realisiert.

(Senat Aktuell Hamburg)

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