Letzte Vorstellung am Pfingstmontag: Insektarium im Thalia Theater

Letzte Vorstellung des Insektarium von Gert Jonke am 28. Mai um 20 Uhr im Thalia in der Gaußstraße (Garage): „Neben Elfriede Jelinek war er der zweite, wenn auch völlig anders geartete wesentliche Dramatiker Wiens. Und das Publikum liebte ihn, den Dichter aus Menschenfreundlichkeit. Seine Komik, die Wälder, Zimmer, Felder zum Sprechen bringen konnte.“ So spricht Thalia-Intendant Joachim Lux über den 2009 verstorbenen Schriftsteller Gert Jonke, den er selbst noch aus seiner Zeit am Wiener Burgtheater kennt und schätzt. Unsicher war er, ob dessen „Merkwürdigkeiten“ die Hamburger interessieren würden. „Aber wagen wollte ich es“, so Lux.

Mitstreiterin bei diesem Wagnis war die junge Regisseurin Maria Ursprung, die Jonkes „Insektarium“ mit ihrem hervorragenden dreiköpfigen Ensemble – Oda Thormeyer, Josef Ostendorf und Julian Greis – in einen wunder- und sonderbaren Theaterabend überführt hat. Das aus vierzehn Theaterpoesien, Monologen, Hyperbeln und Dramoletten bestehende Stück erzählt von der Sehnsucht nach dem Fantastischen, von verschwindenden Worten und von der Furcht, von der Welt erdrückt zu werden. Und so erliegt eine Frau der Zuneigung zu einer Stubenfliege, die Wohnung besitzt mit einem Male ein neues zusätzliches Zimmer und ein Zimmer und sein Mieter erheben sich in die Lüfte, um dort ihr Liebesglück zu erleben. Es nimmt die Zuschauer mit in eine Welt jenseits der gewöhnlichen Wirklichkeitswahrnehmung…

  • Regie Maria Ursprung Ausstattung Anika Marquardt, Lani Tran-Duc
  • Ensemble Julian Greis (Das Zimmer/Comelli), Josef Ostendorf (Er), Oda Thormeyer (Sie)
  • Eintritt 20 Euro / ermäßigt 9 Euro
  • Karten 040. 32 81 44 44 / www.thalia-theater.de

(Presse Thalia Theater, Foto-Copyright: Fabian Hammerl)

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