Vögel, LostPlaces und ALICE im Wunderland – die neuen Ausstellungen in der Hamburger Kunsthalle

ALICE im Wunderland der Kunst bis 30. September 2012

Seit fast 150 Jahren fasziniert eine der herausragenden literarischen Erfindungen Kinder wie Erwachsene gleichermaßen: Alice im Wunderland. Ihr und den mannigfachen künstlerischen Reaktionen, die sie entfachte, wird nun erstmals eine Ausstellung gewidmet. Beginnend mit Werken von Lewis Carroll, der das Alice-Manuskript 1864 schrieb und den ersten freien bildkünstlerischen Werken des späten 19. Jahrhunderts, hat die Show einen Schwerpunkt im Surrealismus, denn besonders Max Ernst, René Magritte, Salvador Dalí und andere fühlten sich in ihrer Suche nach dem Phantastischen durch Alice bestärkt. Arbeiten von Künstlern der 60er und 70er sowie von zeitgenössischen Künstlern wie Stephan Huber, Anna Gaskell und Pipilotti Rist zeigen, dass die Faszination an Alice bis heute ungebrochen ist. Die Ausstellung umfasst etwa 200 Werke, darunter Gemälde, Skulpturen, Buchillustrationen, Photographien, Zeichnungen, Filme und Rauminstallationen.

Organisiert von der Tate Liverpool in Zusammenarbeit mit der Hamburger Kunsthalle und Mart, Rovereto.

 

Lost Places. Orte der Photographie bis 23. September 2012

In den letzten Jahren hat die Photographie innerhalb der künstlerischen Medien einen neuen Höhepunkt erreicht. Ausgehend von der Düsseldorfer Schule hat sich eine junge Generation von Künstlern entwickelt, die auf unterschiedliche Weise das Thema ‚Raum’ und ‚Ort’ im Zeichen historischer Veränderungen und sozialer Krisen aufzeigen. Die Ausstellung Lost Places zeigt rund 20 unterschiedliche Positionen, die in zeitgenössischer Photographie und Videokunst verschiedenste Orte und Lebensräume und ihre zunehmende Isolierung dokumentieren.

Beteiligte Künstler u. a.: Thomas Demand, Omer Fast, Beate Gütschow, Andreas Gursky, Candida Höfer, Sabine Hornig, Thomas Ruff, Sarah Schönfeld, Thomas Struth, Jörn Vanhöfen, Jeff Wall, Tobias Zielony.

 

Georg Jappe: Ornithopoesie – „Vögel sind das Gedächtnis der Landschaft“ nur noch bis 8. Juli 2012

Vögel inspirierten Georg Jappe sein Leben lang: Aus Beobachtungen ihrer Arten, Gesänge, Flüge und Geschichte entwickelte er ein vielschichtiges Werk in den Grenzbereichen von Bildender Kunst, Poesie und Ornithologie: »Ornithopoesie« – eine Wortschöpfung Georg Jappes. Ob am Niederrhein, im Hochgebirge, auf der Hallig, im Teufelsmoor, auf Spitzbergen oder Grönland: stets notierte er Vogelarten in ihrem – oft beschädigten – Umfeld. Die so entstandenen Vogeltagebücher bilden das Ausgangmaterial für seine großformatigen „Schreibtischblätter“ und zahlreichen Schriftzeichnungen. Gezeigt werden u. a. Künstlerbücher, großformatige Schrift- und Schreibtischblätter, Photo- und Filmarbeiten bis hin zu akustischen Werken. Zugleich gibt diese Präsentation einen ersten Einblick in die jüngst von der »Lili Fischer und Georg Jappe Stiftung« der Hamburger Kunsthalle geschenkte Werkauswahl des Künstlers.

(Foto: Anna Gaskell (*1969) Untitled #6 (Wonder), 1996 © Courtesy of the artist and Yvon Lambert Gallery, New York, Presse Hamburger Kunsthalle)

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