Transit & Kunst der 50er Jahre – die neuesten Sammlungspräsentationen in der Hamburger Kunsthalle

Transit

bis 6. Mai 2012 im Sockelgeschoss der Galerie der Gegenwart

Die Sammlungspräsentation Transit nimmt das 15-jährige Bestehen der Galerie der Gegenwart zum Anlass das Museum selbst, seine Rituale und Wahrnehmungs-Codes auf vielfältige Weise in den Fokus zu rücken. Gezeigt werden ironische, ernsthafte, persiflierende oder entlarvende Filme, Photographien und Skulpturen von sechs zeitgenössischen Künstlern. Darunter die Videoarbeit Museum-Sprints (2000-2001) von Florian Slotawa, in welcher der Künstler in größtmöglicher Schnelligkeit die Sammlungsräume verschiedener Museen durchläuft, das Video Tiger oder Löwe (2000) von Peter Friedl, in dem ein lebender Tiger mit einer Spielzeugschlange im Olympiasaal der Hamburger Kunsthalle kämpft und eine Photographie von Candida Höfer auf der das menschenleere Kupferstichkabinett der Hamburger Kunsthalle aufgrund der vielen Kratzspuren der Benutzer auf dem Boden des Raums dennoch belebt wirkt.

Kunst der 50erJahre

bis Dezember 2012 im Kuppelsaal des Altbaus

Die Hamburger Kunsthalle verfügt über einen überaus qualitätvollen Bestand an Gemälden und Skulpturen, die in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entstanden sind. Aus Platzgründen nur selten zu sehen, werden nun 23 Werke aus der deutlich umfangreicheren Sammlung präsentiert. Sie sind so inszeniert, dass Malerei und Plastik eine Symbiose eingehen. Es ist dem damaligen Direktor der Hamburger Kunsthalle, Alfred Hentzen, zu verdanken, dass diese Werke erworben wurden. Auffallend ist, dass er fast ausschließlich jeweils nur eine Arbeit eines Künstlers kaufte, die jedoch das künstlerische Werk herausragend repräsentiert. Sein Nachfolger Werner Hofmann konnte diesem Bestand noch weitere Arbeiten hinzufügen, so dass er als einer der qualitätsvollsten in Deutschland zu gelten hat. Zu sehen sind Werke von Francis Bacon, Jean Bazaine, Willi Baumeister, Alexander Calder, Reinhard Drenkhahn, Jean Dubuffet, Sam Francis, Alberto Giacometti, Hans Hartung, David Hockney, Berto Lardera, Alfred Manessier, Henry Moore, Ernst Wilhelm Nay, Serge Poliakoff, Germaine Richier, Pierre Soulages, Hans Uhlmann, Fritz Winter und Wols.

(Quelle: Presse Hamburger Kunsthalle)

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