Frauen streben seltener nach Führungspositionen

Das grundsätzlich höhere Leistungspotenzial junger Frauen führt im Gegensatz zu Männern nicht automatisch zu einem höheren Streben nach Führungspositionen. Das ist eine Quintessenz des zweijährigen Forschungsprojektes „Führungsmotivation im Geschlechtervergleich“, das Organisationspsychologen der Helmut-Schmidt-Universität kürzlich abgeschlossen haben.

In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekt „Führungsmotivation im Geschlechtervergleich“ untersuchten Prof. Dr. Jörg Felfe und seine Mitarbeiterinnen zwei Jahre lang die Rolle der Führungsmotivation für das Erreichen von Führungspositionen. Die Ergebnisse zeigen, dass ein erheblicher Anteil der Frauen ihr Potenzial nicht ausschöpfen, gewissermaßen mit angezogener Handbremse unterwegs sind: „Ihre ambivalente Haltung gegenüber Führung hindert sie daran, zielorientiert und offensiver vorzugehen, wenn es um Führungspositionen geht“, sagt Felfe.

In einer Untersuchung mit 700 Studierenden geisteswissenschaftlicher Fächer fanden die Wissenschaftler heraus, dass die weiblichen Studierenden zwar die besseren Abiturabschlussnoten vorweisen konnten, ihre Motivation, Führungsverantwortung zu übernehmen, jedoch bedeutend geringer ausgeprägt war als bei den Männern. Gute Abiturnoten gehen nur bei Männern mit hoher Führungsmotivation einher, während sich die besseren Leistungsvoraussetzungen bei Frauen nicht in eine höhere Führungsmotivation übersetzen.

Quelle: Helmut-Schmidt-Universität

 

„FameLab Hamburg“: Junge Wissenschaftler präsentieren ihre Forschung

„FameLab“, der internationale Wettbewerb für Wissenschaftskommunikation, wird nun zum zweiten Mal in Deutschland ausgetragen: Am 28. Januar findet der regionale Vorentscheid Hamburg statt, veranstaltet von der Universität Hamburg in Kooperation mit dem Reportagemagazin GEO. Unter dem Motto „Talking Science“ stellen bei „FameLab“ junge Wissenschaftler aus Natur- und Ingenieurwissenschaften, Informatik, Mathematik, Medizin und Psychologie ihre Forschung kurz, unterhaltsam und verständlich einem Laienpublikum und einer Fachjury vor. Für die jeweils maximal dreiminütigen Vorträge ist nur erlaubt, was am Körper getragen werden kann, sei es ein Kontrabass, ein aufblasbarer Delphin oder ein Totenschädel – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

„FameLab“ will junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu ermutigen, ihr Fachgebiet einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln und Menschen für ihr Thema zu begeistern. Die Fachjury setzt sich aus prominenten Vertretern und Vertreterinnen der Bereiche Forschungsförderung und Medien zusammen.

Am 28.01.2012 findet „FameLab Hamburg“ von 15 bis 17 Uhr im Planetarium, Hindenburgstraße 1b, statt. Der Fernsehproduzent und Journalist Hubertus Meyer-Burckhardt moderiert die Veranstaltung. Der Eintritt beträgt 5 Euro, für Studierende ist der Eintritt frei. Eine Platzreservierung wird empfohlen unter: [email protected], Tel.: 040-428 38-7592.

Die hier ausgewählten zwei Finalisten treffen sich Mitte März 2012 mit den Regionalsiegern der anderen deutschen Städte zu einer „Masterclass“ beim British Council, dem Initiator des Wettbewerbs, in Berlin. Am 31. März 2012 folgt im Bielefelder Ringlokschuppen das nationale Finale.

Veranstalter von FameLab Germany sind British Council und das Wissenschaftsbüro der Bielefeld Marketing GmbH. Unterstützt wird der Wettbewerb von GEO als nationalem Medienpartner und darüber hinaus von Wissenschaft im Dialog und der Helmholtz Gemeinschaft.

Die weiteren regionalen Vorrunden finden in München, Bielefeld, Lübeck, Leipzig, Karlsruhe und Potsdam statt. Mittlerweile hat sich der Wettbewerb in 15 weiteren Staaten etabliert.

Weitere Infos unter: www.famelab-germany.de

 

Quelle: Universität Hamburg