Diskussion und Information in der LpB über Menschenhändler – Loverboys

Am Dienstag, 08. Mai 2012, von 19.00 Uhr – 21.30 Uhr, informieren und diskutieren Bärbel Kannemann, Kriminalhauptkommissarin i.R., Prix-Courage-Preisträgerin und Mitbegründerin der Elterninitiative für Loverboy Opfer in Deutschland – eloid e.V., und Heidemarie Grobe, externe Referentin bei TERRE DES FEMMES und Koordinatorin der TDF-Städtegruppe Hamburg im Gebäude der Finanzbehörde, Leo-Lippmann-Saal, Gänsemarkt 36, in 20354 Hamburg,

Sklaverei hat sich zu einem der lukrativsten Geschäfte der Gegenwart entwickelt. Noch nie in der Menschheitsgeschichte waren Menschenhandel und Zwangsprostitution so weit verbreitet wie heute. Bereits in 175 Ländern wurden Fälle von Menschenhandel dokumentiert und weltweit werden jedes Jahr 1.4 Millionen Menschen, überwiegend Mädchen und Frauen in die Sexsklaverei gezwungen. Sie werden wie industrielle Rohstoffe gekauft, verkauft und weiterverkauft. Diese menschliche Grausamkeit hat sich erschreckenderweise in manchen Kulturen und gesellschaftlichen Milieus etabliert und wird als normal betrachtet.

Eine neue Form der Sklaverei wird durch die Loverboys betrieben. Sie spielen jungen Frauen und Mädchen die große Liebe vor, machen sie emotional, sozial und finanziell von sich abhängig, bringen sie in die Drogenabhängigkeit und zwingen sie in die Prostitution. Loverboys verlangen absoluten Gehorsam der auch kriminelle Handlungen beinhaltet. Kontakte entstehen in der Schule, auf dem Schulweg, bei McDonalds aber besonders im Internet: bei Facebook. Allein schafft es kein Mädchen, sich aus den Fängen von Loverboys zu befreien. Scham und Angst führen zu absoluter Zerstörung der Persönlichkeit. Die Mädchen reden nicht und vertrauen niemandem mehr.

Die Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung richtet sich an alle Interessierten, insbesondere jedoch an Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, Streetworkerinnen und Streetworker, Jugendamtsmitarbeiterinnen und Jugendamtsmitarbeiter, Polizistinnen und Polizisten sowie Ärztinnen und Ärzte.

Der Abend wird mit einem kurzen Film über Loverboys eröffnet. Im Anschluss an den Beitrag von Bärbel Kannemann besteht Gelegenheit, Fragen an die Referentinnen zu stellen und sich am Meinungsaustausch zu beteiligen.

Der Eintritt ist frei.

Für Rückfragen der Medien:

Abut Can, Tel. 040 / 4 28 23 48 12, E-Mail: [email protected]

Annika Fritzsche, Tel. 040 / 4 28 23 48 08, E-Mail: [email protected]

(Quelle: Pressestelle des Senats)

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