Auf sehr große Resonanz stieß heute das Angebot von Schulsenator Ties Rabe sich den Fragen der Hamburger Schülerzeitungsredakteurinnen und -redakteure zu stellen: Über 250 Schülerinnen und Schüler aus 55 Schulen kamen in den Kaisersaal des Rathauses, um sich von Senator Rabe Antworten auf ihre drängendsten Fragen abzuholen. Für Fragen, Einzelinterviews und Fotos nahm sich Rabe, der selbst viele Jahre als Redakteur und Redaktionsleiter tätig war, über zwei Stunden Zeit. Senator Rabe: „Ich bin begeistert, wie gut vorbereitet die Fragen der Jung-Redakteure waren. Ich appelliere an alle Schülerinnen und Schüler nicht nur ihre Anliegen, zum Beispiel in Schülerzeitungen, zu formulieren, sondern auch ihre Mitbestimmungsrechte an Schule aktiv wahrzunehmen.“
Jürgen Heuer, Vorsitzender der Landespressekonferenz lobte die jungen Redakteure: „ Wenn Eure Artikel so gut sind wie die Fragen heute, müssen wir uns um journalistischen Nachwuchs keine Sorgen machen.“
Zunächst erläuterte der Senator den Schülerinnen und Schülern die Kernanliegen der Schulpolitik des Senats in der aktuellen Legislaturperiode: den Ausbau der Ganztagsangebote an Schulen, die Aufnahme von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf an allgemeinen Schulen („Inklusion“), den geplanten massiven Ausbau der Schulen mit rund 2 Milliarden Euro bis 2019 (inkl. Sanierung) und die Maßnahmen zum Umgang mit Schulschwänzern. Zur Verbesserung der Unterrichtsqualität setzt Senator Rabe einerseits darauf, dass Lehrkräfte voneinander lernen, z.B. durch Unterrichtshospitationen, zum anderen auf eine neue Feedback-Kultur an Schulen: Schülerinnen und Schüler sollen ihren Lehrern regelmäßig Rückmeldung zum Unterricht geben. „Diese wichtigen Hinweise können dann in die Weiterentwicklung des Unterrichts jeder einzelnen Lehrkraft einfließen“, so Rabe.
Die anschließenden Fragen der Schülerzeitungsredakteure umfassten nahezu die ganze Palette der aktuellen Schulpolitik: Lernförderung, Fördern statt Wiederholen, Schulbau, Schulzeitverkürzung durch das Abitur nach 8 Jahren (G8), genauso wie konkrete Themen rund um die eigene Schule. Auch persönliche Fragen wurden dem Senator gestellt: „Wie sind Sie Senator geworden?“ oder „Wie waren Sie in der Schule?“.
· Insgesamt waren über 250 Schülerinnen und Schüler vom Grundschulalter bis zur Oberstufe gekommen und vertraten 27 Gymnasien, 21 Stadtteilschulen, 5 Grundschulen und eine Sonderschule.
· Hamburgs professionelle Medien waren zahlreich vertreten, um sich einen Eindruck von den Themen zu verschaffen, die die jungen Nachwuchsjournalisten an den Schulen bewegen: 5 TV-Kanäle, 3 Hörfunksender, 4 Zeitungsredaktionen, Nachrichtenagenturen, Internet-Blogger und mehrere Fotojournalisten verfolgten die Landespressekonferenz mit den Schülerzeitungsredakteuren.
· Gesetzliche Grundlage für die Arbeit der geschätzt rund 70 Schülerzeitungen ist Paragraph 33 des Hamburgischen Schulgesetzes, der die Unabhängigkeit der Redaktionen von Schule und Schulleitung festschreibt. Im Unterschied dazu entstehen Schulzeitungen in Verantwortung der Schulen (s.u. Auszug aus dem Schulgesetz).
· Der jährlichen Schülerzeitungswettbewerb der Länder, an dem sich in diesem Jahr über 30 Hamburger Schülerzeitungen beteiligt haben, möchte (Schreib-)Talente, die altersgerechte Interessenwahrnehmung und verantwortungsvolle Beteiligung von Schülerinnen und Schülern am Schulleben fördern und die Arbeit und Leistung von Schülerzeitungsredaktionen würdigen. Der Hamburger Wettbewerb wird veranstaltet von der Behörde für Schule und Berufsbildung gemeinsam mit der Jungen Presse Hamburg e. V. und dem Verlagshaus Gruner + Jahr. Für die professionelle Beratung der Schülerzeitungsredaktionen sorgt eine kleine „Heftkritik“ durch ein Redaktionsmitglied des Verlagshauses Gruner + Jahr. Weitere Infos unter www.schuelerzeitung.de.
(Senat Aktuell Hamburg)
