Mitten in der Stadt und trotzdem im Grünen wohnen

Senat und Bezirk ermöglichen durch gekonntes Flächenmanagement eine gelungene Kombination aus Wohnungsbau und Kleingärten im „Pergolenviertel“. Dank intensiver Kommunikation, transparenter Dokumentation und guter Zusammenarbeit zwischen Bezirk und Senat ist es gelungen, im größten Stadtentwicklungsprojekt im Bezirk Hamburg-Nord, im „Pergolenviertel“ (ehem. Hebebrandquartier) gute Voraussetzungen für den Bau von rund 1350 Wohnungen zu schaffen und gleichzeitig einen großen Teil der insgesamt zu verlagernden 330 Kleingärten in die Planungen zu integrieren.

Der Senat hat heute dem Konzept des Bezirkes, das die Verlagerung mehrerer bestehender Betriebsstandorte und deren Konzentration auf der östlichen Teilfläche des vorhandenen Anzuchtgartens (Saarlandstraße 39) vorsieht, zugestimmt und dafür die finanziellen Voraussetzungen geschaffen. Durch die Verlagerung des Betriebsplatzes Bartholomäusstraße soll eine zusätzliche Fläche für den Wohnungsbau (bis zu 45 Wohneinheiten) generiert werden. Im heutigen westlichen Teil des Anzuchtgartens können darüber hinaus 55 bis 60 neue Kleingartenparzellen für das „Pergolenviertel“ vorab hergerichtet werden.

Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, Jutta Blankau: „Das Pergolenviertel ist ein gutes Beispiel dafür, dass die fachliche Zusammenarbeit zwischen Bezirk und Senat reibungslos und Hand in Hand funktioniert. 60 Prozent der geplanten Wohnungen werden dabei öffentlich gefördert. So entsteht preisgünstiger Wohnraum in einer Top-Lage und die integrierten Kleingärten sowie urbane Grünflächen sorgen für eine hohe Lebensqualität.“

Leiter des Fachamtes Stadt- und Landschaftsplanungsamt Hamburg-Nord, Hans-Peter Boltres: „Im Inneren der Stadt gibt es nur wenige Flächen, die sich überhaupt noch für den Wohnungsbau aktivieren lassen. Um diese oft konfliktbeladenen Flächen zu aktivieren, bedarf es einer intensiven Kommunikation, eines konstruktiven Ausgleichs der unterschiedlichen Belange und Interessen und einer engen Zusammenarbeit zwischen Senat und Bezirk. Das alles ist hier gut gelungen.“

Neue Wohnungen sollen nicht mehr am Rand der Stadt gebaut werden, sondern vorrangig in Lagen, die über gute Anbindungen des öffentlichen Verkehrs verfügen, in gewachsene Umgebungen integrierbar sind und sich in weiten Teilen auf vorhandene Versorgungsangebote wie Kindergärten, Schulen und Versorgung des tägli­chen Bedarfs abstützen können. Von ihrer Lagequalität her sind die Flächen des „Pergolenviertels“ prädestiniert für die Entwicklung eines neuen Wohnquartiers. Gleichzeitig ist es eine wichtige Zielsetzung der Hamburger Stadtent­wicklung, die sozialen und ökologischen Qualitäten der Kleingärten, die gerade im Hamburger Norden eine kulturelle Tradition besitzen, zu erhalten. Diesen Konflikt konstruktiv anzugehen, war die zentrale Aufgabe in der Rahmenplanung. Im Prozess entwickelt wurde deshalb ein dialogorientiertes Planungsverfahren, dessen Bestandteile u.a. eine frühzeitige Beteiligung des Landesbundes der Gartenfreunde, die spätere Einrichtung eines Planungsbeirates und ein öffentliches Workshopverfahren für die Planung der neuen Kleingartenanlagen sind.

In das nun verabschiedete Konzept –welches die Ersatzkleingärten für das Pergolenviertel im Anzuchtgarten erst möglich macht- einbezogen sind:

· Die Verlagerung des Betriebshof Bartholomäusstraße 77 (zugunsten neuem Wohnungsbau),

· Die Um- und Neugestaltung des Anzuchtgartens Stadtpark (Saarlandstr. 39, Konzentration zugunsten anteiliger Verlagerung von Kleingärten aus dem Pergolenviertel auf die westliche Teilfläche),

· Die Verlagerung des Betriebsplatzes Saarlandstr. 67 am Rande des Stadtparks (zugunsten zusätzlicher Grünfläche im Stadtpark),

· Die Auflösung und Verlagerung des Erdlagers im Stadtpark (zugunsten zusätzlicher Grünfläche im Stadtpark),

Die Kosten für die Verlagerung und Konzentration der bestehenden Betriebsstandorte am Standort Anzuchtgarten sollen aus dem voraussichtlichen Verkaufserlös der – durch die Verlagerung – erst ermöglichten neuen Wohnbaufläche ‚Beim Alten Schützenhof / Bartholomäusstraße‘ gedeckt werden. Der Planungsprozess des Pergolenviertels wird bis Ende 2014 dauern. Im Anschluss beginnt die Erschließung des „Pergolenviertels“.

(Presseinfo Senat Aktuell Hamburg)

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