Richtkranz für das Effizienzhaus Plus – Smartes IBA-Projekt feiert Richtfest

Hamburg, 6. September 2012 – „Das Smart Material House von zillerplus Architekten und Stadtplaner, München, realisiert einen energiekonzeptionellen Ansatz, der in Zukunft die Passivhaus-Architektur grundlegend verändern kann“, sagte Uli Hellweg, Geschäftsführer der IBA Hamburg beim Richtfest. „Mit der innovativen PCM-Technologie können Passivhäuser vollständig klimaneutral beheizt werden.“ Fassade und Dach sind bei „Smart ist Grün“ aktiver Teil des haustechnischen Konzeptes und somit mehr als reine Hülle oder Schutz vor Witterung und Klima. Sie erzeugen durch innovative Technologien Energie, die direkt im Haus verbraucht wird.

Die verschiedenen Fassadenelemente des sogenannten „Effizienzhaus Plus“ erzeugen und speichern Energie das ganze Jahr über. Ein sogenannter Latentwärmespeicher (PCM) nutzt und speichert Wärmeenergie zur Heizwärmeversorgung des Hauses und zur Verbesserung des Klimas. Darüber hinaus besteht die Fassade aus gestaffelten Schichten: Gen Süden pflanzenbegrünte Fassadenelemente und Photovoltaik-Anlagen, als hintere Schicht eine Isolierverglasungsfront. Als letzte Schicht kann ein PCM-Vorhang als Kurzzeit-Wärmespeicher eingesetzt werden. Sowohl an der Außenhülle als auch auf dem Dach finden sich Photovoltaik und Solarthermieflächen. Überschüssige thermische Energie wird mit der PCM-Technologie gespeichert und in den Nahwärmeverbund eingespeist. So ist das Haus gleichzeitig Nutzer und Versorger im Energieverbund Wilhelmsburg Mitte.

„Das Effizienzhaus Plus wird als einziges Gebäude der IBA Hamburg mit dem DENA-Gütesiegel Effizienzhaus Plus ausgezeichnet werden und stellt in der Reihe der innovativen Wohngebäude von Behrendt Wohnungsbau einen weiteren, grünen und smarten Meilenstein dar“, sagte Tim Behrendt, geschäftsführender Gesellschafter der Behrendt Wohnungsbau.

Ein weiterer innovativer Aspekt: Grundrisse und Erschließung des Gebäudes sind so konzipiert, dass die Wohnungen flexibel gestaltet und die Einheiten sowohl teil- als auch erweiterbar sind und somit den Bedürfnissen der Bewohner angepasst werden können. Auch die anderen Elemente des Hauses sind anpassungsfähig und können zu einem späteren Zeitpunkt nach den Vorstellungen und etwaigen Nutzungsänderungen der zukünftigen Bewohner adaptiert werden. „Wohnimmobilien der Zukunft unterstützen die Mobilität ihrer Bewohner“, so Andreas Tönjes, Geschäftsführer der Sparda Immobilien GmbH.

Absolut einzigartig bei „Smart ist Grün“ ist das integrierte E-Mobilitätskonzept: vor dem Gebäude entsteht eine Schnellladung für E-Autos, zudem ist ein Car-Sharing in einer geschlossenen Benutzergruppe geplant. Für alle Wohnungen werden im Erdgeschoss zudem auf Wunsch zusätzlich Ladeeinrichtungen für E-Bikes und E-Roller in Form von Kombi-Boxen installiert. „Klug ist Smart und Smart ist Grün. Das Leben im 21. Jahrhundert braucht Raum für die wechselnden Wohnansprüche im Zyklus des Lebensalters sowie eine Ästhetik der Energiewende. Als optisches Zeichen dafür haben wir die Farbe „Grün“ gewählt, die

Neubeginn und Wachstum, Hoffnung und Vertrauen symbolisiert und auch als Sinnbild für die Ästhetik der Energiewende von „zentral“ zu „dezentral“ verstanden werden soll“, sagte Michael Ziller, Architekt von zillerplus Architekten und Stadtplaner, München. Dass Grünes Wohnen zudem attraktiv ist, zeigt sich in vielen Elementen des Gebäudes. Natürlicher Sonnenschutz durch Grünvorhänge, viel Licht und Sonne in den Räumen der insgesamt 14 Wohnungen, großzügige Geschossgärten, die zwischen Begrünung und Verglasung auf der Südseite entstehen, und Terrassenflächen mit eigenen kleinen Gärten zeichnen das Wohnbauprojekt im Passivhaus-Standard aus.

„Smart ist Grün“ gehört zu den Modellen der „Smart Material Houses“, mit denen die IBA Hamburg in der Bauausstellung in der Bauausstellung in Wilhelmsburg-Mitte neue und intelligente Baustoffe der Zukunft zeigt, die Gebäude und Fassaden dynamisch auf Veränderungen reagieren lassen.

(Presseinfo IBA Hamburg GmbH, Foto: Richtfest Smart ist Grün (c) Johannes Arlt)

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